Arbeitsgruppe
Codierungstheorie
IAKS (Lehrstuhl Prof. Beth)
Lehre
Die Codierungstheorie kann unterteilt werden in die Bereiche
Informationstheorie und Datenkompression, Codierung zum Schutz vor
ungewollten Stüorungen bzw. Übertragungsfehler sowie
Codierung zum Schutz vor gezielter Veränderung und Abhören.
Die Schwerpunkte der Vorlesung Vorlesung Signal, Codes und Chiffren I sind Signaltheorie, Informationstheorie,
algebraische Grundlagen sowie Blockcodes und bekannte
Codekonstruktionen, beispielsweise Reed-Solomon-Codes und BCH-Codes.
Aspekte der Kryptographie werden in der Vorlesung Vorlesung Signal, Codes und Chiffren II
behandelt.
Neben diesen Vorlesungen werden regelmäßig Seminar im
Bereich der Codierungstheorie sowie Studien- und Diplomarbeiten
angeboten.
Forschung
Zentrale Themen der Forschung des IAKS im Bereich Codierungstheorie
sind asymptotische Betrachtungen (z. B. Berechung des
Fehlerexponenten mittel der Methode der Distanzverteilung),
konstruktive Methoden in Verbindung mit Computeralgebra sowie
Kombination von Verfahren (codierte Modulation, Kombination von
Fehlerkorrektur und Kryptographie).
Exemplarisch werden nachfolgend einige Projekte näher
beschrieben.
Konstruktion von optimalen linearen Blockcodes
Neben asymptotischen Betrachtungen stellt sich für lineare
Blockcodes C=[n,k,d]q der
Länge n, Dimension k und Minimaldistanz
d über dem Körper Fq die Frage,
welchen Beschränkungen die Parameter n, k, und
d unterliegen.
Untere und obere Schranken für die Minimaldistanz d in
Abhängigkeit von n und k finden sich
beispielsweise in den Tabellen von Brouwer. Die Codes selbst sind
dort aber nicht aufgelistet.
In Kooperation mit der Computational
Algebra Group, School
of Mathematics and Statistics, University of Sydney wird nun eine
Datenbank der besten bekannten linearen Blockcodes im
Computeralgebrasystem MAGMA
implementiert. Ziel dieses Projektes ist, Generatormatrizen für
die besten bekannten linearen Blockcodes, das heisst Codes, deren
Minimaldistanz die untere Schranke erreicht, zusamenzustellen.
Quantencodierungstheorie
Enge Bezüge bestehen zu Arbeiten auf dem Gebiet der
fehlerkorrigierenden Codes für Quantensysteme der Arbeitsgruppe
Quantencomputing. Auch dort wird eine Datenbank der
besten bekannten additiven Quantencodes erstellt.